12.11.18
Tickets MOTOPONY, ListenBerlin. Handgemachte Konzerte für Berlin in Berlin
Ask Helmut präsentiert

MOTOPONY ListenBerlin. Handgemachte Konzerte für Berlin 12.11.18 in Berlin, Monarch

Montag 12.11.18
Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr
Monarch, Skalitzer Str. 134, 10999 Berlin

Tickets zu MOTOPONY Berlin


Informationen

Der Frontmann Daniel Blue erklärt den Titel „50 Katrinas [From Now]”“ des Albums, das demnächst erscheinen wird, als eine Fantasie über eine Welt nach einer bestimmten Zeitdauer, die in Einheiten der Zerstörung gemessen wird, wie sie bei einem Hurrikan der Stärke 5 verursacht wird. Es stellt die Fragen von einerseits „wie viel können wir ertragen?“ und andererseits „was hinterlassen wir unseren Kindern?“. Im Song „A little Death“ (Ein kleiner Tod) spielt die erste Zeile sinnbildlich an diese ökologische Faszination an: „Left me to drown in a lake of the dark we made, I am a planet polluted by what you say.“ (Zurückgelassen, um in einem See der Dunkelheit, den wir geschaffen haben, zu ertrinken, bin ich ein Planet, der von dem verschmutzt ist, was du sagst.) Es ist als ob Mutter Erde ihre Kinder, die Menschheit, direkt ansprechen würde. Dem mit 35 Tracks außerordentlich langen Konzeptalbum werden 11 Singles vorangehen, die ab Juni 2018 erscheinen. „Das Album wuchs und wuchs unkontrolliert weiter. Ich war so begeistert von dem, was da kam, dass ich mich nicht dazu bringen konnte, es zu kürzen. Es ist ein einziges Musikstück, ohne Pausen zwischen den Tracks und es bewegt sich übergangslos zwischen analogen und digitalen Schwingungen. Es beinhaltet Livemitschnitte und verlorene bzw. fast vergessene Songs aus den letzten fünf bis sechs Jahren unserer Karriere. Ich denke, ich hatte einfach sehr viel zu erzählen. Ich entschied mich, dass Album mit den so typischen drei bis fünfminütigen Singles beginnen zu lassen, nahm die besten und vielversprechendsten, die, die man am besten würde teilen können, die einfachsten, eingängigsten Teile des Liedhandwerks als eine Art Köder, um die Hörer dazu einzuladen, sich tiefer in dieses Theater meines eigenen Schaffens einzulassen. Das Album fühlt sich für mich cineastisch an, ich denke, dass das mein „The Wall“ (Anmerkung: Konzeptalbum von Pink Floyd) ist“, meint Blue, der ein ausgesprochener Fan des Goldenen Zeitalters der Vinylschallplatten ist, wie sie von Künstlern wie Pink Floyd und Moody Blues aufgenommen wurden.


Die Singles reichen von dunklem und mystischen Psychorock bis hin zu trägen und träumerischen schlafliedartigen Balladen, die meditativ sind und auf Frieden hoffen. Irgendwie treffen wie verzaubert scheinbare Gegensätze der Popmusik wie Tame Impala und Donovan aufeinander oder es gibt den außergewöhnlichen Fall wie bei „Casey Be Running, bei der die Band die unmögliche Balance schafft zwischen etwas, was wie eine Mischung aus dem „Stranger Things“-Opener und einem Bladerunner Kinosoundtrack aus David Lynchs Feder klingt. „I Don't Need to Know“ ist ein Duett zwischen dem sinnlichen Sopran von Meagan Grandall, Teil der verträumten Rockband Lemolo aus Seattle, dem sich ein „Valley of the Witches“ entgegenstellt, das von der gefährlich hauchigen, schamanistischen Stimme der New Yorkerin Ren Harlow performt wird. Während das Album verspricht, ein längeres, reiseartiges Hörerlebnis, für das man sich am besten einen Sitzplatz sucht, zu werden, sind die Singles aus diesem massiven Stoff wie Regenbogen geformt herausgeschnitten. Sie sind radiofreundliche Ohrwürmer, die ganz auf die digitale und streamingorientierte Seite der Musikindustrie ausgerichtet sind. 


Live liefert die Band eine pulsierende und feurige Mischung aus sich windendem, hypnotischen synthesizergetriebenem Elektro und Gitarren- und Bassklängen, die von den 70er Jahren inspiriert sind. Die Band tritt mit einer epischen Szene einer Dynamik auf und zieht einem mehr als einmal während dieser Reise den Dancefloor unter den Füßen weg, um einen dann mit bildgeladenen poetischen Melodien und echten Kompositionen zu serenadenhaft zu besingen. Blue hat eintausend Stimmen zu bieten und beschränkt sich nicht auf ein Genre oder einen Charakter. Er wechselt nahtlos von einer wilden, naiven Wut, wenn er seine spitze Zunge gegen den seichten Unterdrücker richtet, zu einem sanften, rauchigen Ton eines älteren Bruders, der dir Ratschläge für den Weg zur wahren Lieben gibt. Die Liveshow deckt die meistgespielten Tracks der vier Alben, die Motopony in den letzten sieben Jahren herausgegeben hat, ab und es ist eindeutig, wenn man ihre Leichtigkeit im Grooven beobachtet, dass dies eine Band ist, die viel Arbeit investiert hat und nun die Gangart der Weltklasse geht. Bleibe nach der Show noch ein wenig und triff die Band, wenn sie von der Bühne gegangen ist und mit dem noch herumstreunenden Publikum abhängt, als wären sie eine Runde alter Freunde. Diese Musiker sind echte Liebhaber der Kunst und des Lebens, sie sind nahbar, haben den Mantel der sterotypischen Rockstars abgestriffen und finden stattdessen Gemeinsamkeiten mit allen, die interessiert genug sind, noch eine Runde mit ihnen abzuhängen. 

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